Acht WordPress-Tipps für Deine Website

Mit kleinen Websites gegen große Konkurrenz bestehen

Wer heutzutage eine kleine Website starten will, sieht sich meist großen und etablierten Seiten als Konkurrenz gegenüber. Da könnte man auf die Idee kommen, dass es sich heute gar nicht mehr lohnt, eine neue Website ins Leben zu rufen. Das wäre aber schade, denn es gibt viele Möglichkeiten, um sich gegen große Konkurrenz zu behaupten.

In diesem Beitrag wollen wir und die Möglichkeiten anschauen, die neuen Websites zur Verfügung stehen, um sich im Netz auch gegenüber etablierten Seiten durchzusetzen. Wir geben praktische Tipps, die Einsteiger umsetzen können. Zudem gehen wir darauf ein, warum WordPress besonders gut geeignet ist, kleinere Websites zu erstellen, die es mit den Großen aufnehmen können.

Warum sollte man überhaupt eine kleine Website aufbauen?

Man braucht Ziele und Visionen im Business, und das ist auch im Onlinebusiness nicht anders. Warum nicht gleich ein zweites eBay oder einen Amazon-Konkurrenten aufbauen? Erfahrene Website-Betreiber werden sofort erkennen, wo das Problem liegt, aber es gibt wirklich viele Menschen, die glauben, sie könnten so eine Megawebsite stemmen – und das auch noch als erstes Projekt.
Aber selbst wenn man sich nicht mit den Allergrößten anlegt, sondern „nur“ mit den großen und etablierten Websites in der eigenen Branche, ist das meist keine gute Idee. Selbst diese haben oft Jahre Vorsprung, viel Erfahrung und ein großes Contentarchiv in der Hinterhand, gegen das man nicht so einfach ankommt. Wie soll man gegen so eine Konkurrenz überhaupt bestehen, ganz besonders mit einer kleinen Website? Denn Einzelunternehmer oder nebenberuflich Selbstständige haben meist nur die Möglichkeit, kleine Websites zu baue. Für mehr reichen Zeit und Ressourcen oft nicht aus.

VIELE GROSSE WEBSITES SIND SEHR EINGEFAHREN IN IHREN VORGEHENSWEISEN. DA IST DER MUT ZU NEUEN DINGEN RECHT EINGESCHRÄNKT. ALS BETREIBER EINER KLEINEN WEBSITE KANN MAN SICH GENAU DAS ZUNUTZE MACHEN UND KREATIVE VERSUCHE STARTEN.

Was ist eine kleine Website?

Doch erst einmal sollte definiert werden, was eine kleine Website eigentlich ist. Hier gibt es natürlich keine allgemeingültige Definition, weshalb dies sicher jeder etwas anders sieht. Als kleine Website würden wir Projekte bezeichnen, die nicht mehr als hundert bis zweihundert einzelne Seiten haben.Damit sind keine automatisch generierten oder mit fremden Inhalten bestückte Websites gemeint, sondern eigener Content.
Je nach Websiteart muss man hier natürlich noch einmal unterscheiden, denn Onlineshops sind inhaltlich einfach anders aufgebaut als ein Blog. Klar dürfte aber sein, dass es sich um eine überschaubare Zahl an Artikeln bzw. Seiten handelt, die von einer einzelnen Person in einem absehbaren Zeitraum erstellt werden kann.

WordPress für kleine Websites

Wer eine kleine Website aufsetzen möchte, hat verschiedenste technische Möglichkeiten. Manche bevorzugen reines HTML, was besonders schnelle Websites ermöglicht, aber auch schwer zu pflegen ist. Content-Management-Systeme bieten dagegen eine sehr einfache Möglichkeit, die Inhalte der Website zu pflegen und interaktive dynamische Inhalte einzubauen. Allerdings sind die meisten CMS-Lösungen viel zu mächtig und groß, um für kleine Websites sinnvoll zu sein. Das ist wie mit Kanonen auf Spatzen zu schießen.
WordPress bietet hier eine gute Balance zwischen Möglichkeiten und Benutzbarkeit. Es ist immer noch ein relativ schlankes CMS. Unter anderem, durch die unzähligen Plug-ins, bietet es aber auch sehr viele Möglichkeiten, besondere Funktionen umzusetzen und eine tolle Website zu erstellen. Auch wenn man ganz alleine daran arbeitet. WordPress ist sicher nicht die einzige gute Lösung, um eine kleine Website zu erstellen. Aber gerade für Einsteiger ist es eine sehr gute Wahl.

VORTEILE kleiner Websites

Ohne viel Geld oder zusätzliche Hilfe ist es also meistens nicht möglich, etwas anderes als eine kleine Website zu erstellen, will man nicht Jahre im stillen Kämmerlein vor sich hinbasteln – was übrigens aus verschiedenen Gründen keine gute Idee ist. Doch das ist kein Problem, denn kleine Websites haben eine Reihe von Vorteilen, die man nicht unterschätzen sollte.

Spezialisierung:
Kleine Websites können viel besser auf ein konkretes Thema spezialisiert werden. Die gesamte Website befasst sich mit einem engen Themenkomplex. Was z.B. die Besucher oft zu schätzen wissen, da es viel eher Vertrauen in die Kompetenz des Websitebetreibers aufbaut, als wenn es auf einer Website um viele verschiedene Themen gehen würde.

Mini-Nischen:
Mit einer kleinen Website kann man in Nischen gehen, die große Konkurrenten nie anfassen würden. Deshalb bieten gerade solche Mini-Nischen die Möglichkeit, der großen Konkurrenz aus dem Weg zu gehen und einem kleinen, aber sehr genau passenden Zielpublikum die passenden Inhalte zu bieten.

Flexibilität:
Als Betreiber einer kleinen Website ist man viel flexibler bei der Anpassung der Website. Man muß sich nicht mit diversen anderen Personen absprechen oder erst einmal die Technik-Abteilung mit Änderungen beauftragen. Man kann allein entscheiden und die Veränderungen auch sofort umsetzen.

Kreativität:
Viele große Websites sind sehr eingefahren in ihren Vorgehensweisen. Da ist der Mut zu neuen Dingen recht eingeschränkt. Als Betreiber einer kleinen Website kann man sich genau das zunutze machen und kreative Versuche starten, sei es beim Design, bei den Inhalten oder beim Marketing.

Persönlichkeit:
Einer der größten Pluspunkte kleiner Websites, vor allem von Blogs, ist die starke persönliche Ebene. Während hinter großen Websites Redaktionen stehen, die „gesichtslos“ agieren, tritt der Betreiber einer kleinen Website oft viel stärker in den Vordergrund. Diese persönliche Ebene sorgt für mehr Vertrauen und mehr Einzigartigkeit.

Schnelligkeit:
Es gibt eine interessante neue Entwicklung in der Branche, ein neues Partnerprogramm oder etwas anderes? Als Betreiber einer kleinen Website kann man sofort darauf eingehen und ggf. auch die Richtung der eigenen Website anpassen. Auch andere Änderungen und Maßnahmen kann man alleine entscheiden und sofort durchführen.

Leidenschaft:
Während große Websites für ihre Betreiber meist nur eine normale Arbeit sind, ist dies bei kleinen Websites oft anders. Hier steckt sehr oft viel Leidenschaft und Herzblut drin, denn die Betreiber suchen sich meist ein Thema aus, das ihnen sehr am Herzen liegt. Genau das sieht man dann an den Inhalten, die hochwertiger und interessanter sind als die Massenware großer Contentproduzenten.

NACHTEILE kleiner Websites

So gut und wichtig die Vorteile kleiner Websites auch sind, gibt es leider auch Nachteile.

SEO-Budget:
Ein Bereich, bei dem große Websites meist die Nase vorn haben, ist das Budget für die Suchmaschienenoptimierung. Leider reichen heute gute Inhalte allein nicht aus, um in Google ganz vorne zu ranken. 
Stattdessen sind verschiedene SEO-Faktoren, allen voran Links von anderen Websites (sogenannten Backlinks), noch immer sehr wichtig, um weit vorne zu landen. Große Websites investieren hier oft nicht wenig Geld, und da können die Betreiber von kleinen Websites einfach nicht mithalten.

Contentmasse:
Große Websites haben zudem viel mehr Inhalte. Auch das wird von Google in der Regel positiv honoriert. Je mehr Seiten bzw. Artikel, um so mehr Rankings in den Suchmaschinen. Diesen Rückstand kann man als normaler Websitebetreiber nicht aufholen.

Marketingbudget:
Werbung auf anderen Websites, über Google AdWords oder in Social Networks kostet Geld. Deshalb haben große Websites oft ein ordentliches Marketingbudget, das viele neue Leser bringt. Was natürlich wiederum positive Auswirkungen auf die Rankings haben kann. Als Betreiber kleiner Websites kann und will man meisten nicht so viel Geld für Marketing in die Hand nehmen.

Image:
Viele Internetnutzer kennen schon die großen Websites, weil sie immer wieder darüber stolpern und diese schon lange dabei sind. So einen guten Ruf oder Bekanntheitsgrad haben kleine Websites natürlich nicht. So fällt es schwer, sich direkt mit ihnen zu messen.
Kleine Websites haben sowohl Vorteile als auch einige Nachteile. Der Trick ist nun, die Vorteile ausnutzen, aber den Nachteilen möglichst aus dem Weg zu gehen. 

Und wie DAS geht, werden wir in einem weiteren Beitrag genauer erläutern.