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Meine Biografie

 

Schon in meiner Kindheit faszinierte mich Technologie 

Und während ich als Jugendlicher mit allen an Kommunikationstechnologie experimentierte dem ich habhaft werden konnte, hatten meine Eltern für mich eine „Traditionelle“ Ausbildung im Sinn. 

 

Geboren wurde Ich am 9.2.1981 in Melk an der Donau.

 

Meine Kindheit verbrachte ich weit über den Köpfen der meisten in einem Dorf namens Nestelberg, gelegen im Ötscher-Tormäuer Gebiet. Und obwohl sich dort hoch oben Bär und Dachs Gute Nacht sagen, so habe ich dort oben meine ersten Berührungen mit Technologie erlebt. So haben sich 2 Jugendliche Brüder im Ort aus alten Radios einen CB Funk gebastelt und so mit dem Tal gefunkt. Mein Wissensdurst war dadurch geweckt und ich begann meine Umwelt immer genau zu beobachten und zu analysieren.

 

Meine Hauptschul-Zeit erlebte ich anschliessend in Ybbs an der Donau. 

 

Wo ich Stammgast in der Schulbücherei war und meine Pausen am liebsten mit dem Aufsichtslehrer der Bücherei über den Inhalt und der Erkenntnis aus dem letzten Buch zu diskutieren. So brachte ich in einem Schuljahr auf über 200 Literatur und Sachbücher. Meine Freizeit bestand aus Lesen, Lesen, Lesen und im freien die Natur zu erforschen. Darunter litten meine Hausaufgaben und meine Noten waren eher schlecht. Die Lehrer waren verzweifelt, es war schwer mich für Theorie, Prüfungen und Hausaufgaben zu begeistern. Dafür war ich der einzige freiwillige männliche Teilnehmer im Schulchor, repräsentierte die Schule bei einigen Auftritten des Chors, nahm am Schulaustausch mit der Partnerstadt Bobbio teil und zeigte ausgeprägtes Talent in Naturwissenschaftlichen Themen.

 

Mein autodidaktisches Talent konnte ich ausleben.

 

Als ich während der Schulzeit dann von einem Freund der Familie einen gebrauchten Amiga500 und C64 bekam, versank ich in technischen Themen, ich befasste mich mit Hardware, Programmen und für mich war sicher - Ich möchte in die IT. 

Schon bald war meine Hardware besser, ich schraubte mir einfach selbst einen Pentium PC aus allem was ich habhaft werden konnte, zusammen und entdeckte zum ersten mal das Internet. Mich faszinierte die Technik dahinter, wie aus etwas Code Webseiten werden, wie die ersten Algorithmen so funktionierten, wie man navigiert, aber auch in Sachen Fachforen und Fachwissen taten sich nun Wissenswelten auf, welche ich aufsaugte. 

 

Desillusionierender Start ins Berufsleben

 

Und Ich war unglücklich, meine Eltern wollten, trotz besten Bewerbungstest, den Besuch einer Technischen Fachhochschule (Robotik), nicht bezahlen, zudem hat das eh keine Zukunft, ich soll etwas anständiges Lernen und so lies mein Stiefvater Beziehung spielen und brachte mich als Elektriker unter. Das Baustellen und Montage-Leben war nicht wirklich meine Welt, jede Minute meiner Freizeit verschwand ich als Flucht in die virtuellen Welten. Irgendwann war es zuviel und wir verständigten uns beidseitig das dieser Beruf nichts für mich ist. 

Da es mit der Fremdbestimmung über meinen Berufswunsch noch nicht zu Ende war, arbeitete ich anschließend noch 1,5 Jahre als Fleischer, bis der Punkt erreicht war, an dem ich der Fremdbestimmung entkommen wollte. So entfloh ich dem Elternhaus und Familiären Umfeld und arbeitete bis zum Antritt beim Bundesherr für verschiedene Zeitarbeitsfirmen. Schnell wurde ich bei besonders heiklen und Dringenden Einsätzen angefordert. Oft als Vorarbeiter-Assistent, bei komplexen Produktionen die einen Blick für Details erforderten, oder wo man schnell jemand brauchte der Handwerklich geschickt war, schnell lernte und eigen-initiativ Arbeiten konnte.


Ich rückte schließlich in Mautern ein, war nach der Angelobung im festen Dienstrad im Wachdienst, zeigte Talent in der Führung und war entschlossen eine Karriere als Berufssoldat anzustreben. Doch nach etwa 3/4 der Grundwehrpflicht stellte sich ein Gleitwirbel heraus und ich wurde aus dem Dienst entlassen.


Eine Reise und Dunkle Zeiten


Ich wollte nur noch weg, ich war meiner Perspektiven beraubt und auch der Fremdbestimmung wollte ich entkommen, so antwortete ich auf ein Inserat als Vertreter in Deutschland, traf mich mit jemanden der mir das ganze schmackhaft machte und kurz darauf saß ich im Zug Richtung Hamburg. Was mich erwarten würde, das konnte ich mir bis dahin nicht mal in meinen abstraktesten Fantasien vorstellen. Ich wurde in Hamburg in Empfang genommen und lernte eine Gruppe Junger Menschen kennen welche alle in meinem Alter waren, wir wurden nach Ostdeutschland gebracht, wo unsere Unterkunft liegen sollte und es nahm seinen Lauf, ich war in einer Drückerkolonne gelandet. Ausweise, Bargeld, alles wurde unter Vorwänden abgenommen und man hat es nie wieder gesehen. Die Unterkünfte waren schäbig, das Essen oft Wochenlang nur Kartoffeln mit etwas Soße. 


Dafür mussten wir 14-16 Stunden am Tag in ganz Deutschland von Haustür zu Haustür laufen um den Leuten alles was gewünscht war anzudrehen. Ich lernte sehr schnell wie man Menschen liest um sie um den Finger zu wickeln und ihnen alles, vom Zeitungsabo bis zum Telekommunikationsanbieter, zu verkaufen. Ich schulte die neuen "Mitarbeiter", baute diese Kolonne mit auf, verdiente aber pro Woche gerade mal 50€. 


Ich wurde in diesem kriminellen Kreisen schließlich auch herumgereicht und lernte so die Clan-Strukturen der Hells Angels kennen, welche diese Kolonnen betreiben und habe Sachen erlebt und Grausamkeiten gesehen die mich psychisch gebrochen habe. Als ich meine heute Frau kennen lernte gelang mir die Flucht aus diesen Kreisen, ich schlug mich mit ihrer Hilfe einmal quer durch Deutschland ohne einen Cent, nur mit dem was ich anhatte nach Bremen.


Ein neues Leben beginnt


Ich konnte mir mit meiner heutigen Frau ein neues Leben aufbauen. Wir besorgten mit viel Aufwand neue Papiere für mich, suchten uns Jobs und landeten so schließlich im Callcenter von LUX Bremen, wo wir für die Produktvertreter telefonisch Termine akquirierten. Hier zahlte sich meine Erfahrung aus der Drückerzeit aus und ich war schnell der beste Telefonierer im Callcenter. Bremen, im Unternehmensranking meist belächelt damals, nahm in diesem Jahr als ich dort arbeitete zum ersten mal und Überraschend an der Bestenfeier des Unternehmens teil, was auch daran lag, das teilweise antere Fillialen anriefen wenn sie ihre Termine nicht ausgebucht bekamen, oder es ein "Störisches Gebiet" war, um mich an diese Fälle zu setzen. Leben davon konnten wir trotz allem Erfolgs kaum, mehr als 400€ im Monat war nicht drin und da das ganze rechtlich auch in einer Grauzone war, fühlte ich mich nie wirklich wohl dabei. Aber ich brauchte den Job, genauso wie den Abendjob bei der Messereinigung in Bremen und Morgens bei DHL. So schafften wir es immerhin gerade so unseren Lebensunterhalt zu verdienen.


Lange habe ich auch auf meine Digitale Welt verzichten müssen, nun war ich wieder da, entdeckte Online-MMOs für mich und damit nahm alles eine Wende. Ich spielte nicht nur, ich baute für meine Clans auch Infrastrukturen auf, setzte Voice-Server auf, erstellte Webseiten für das Clan-Management, etc. und blieb immer mehr dabei hängen weniger zu spielen aber umso mehr in die Webentwicklung einzutauchen. Ich analysierte die Psychologischen Effekte der aufkommenden sozialen Netzwerke, war an einigen Hoaxes beteiligt, Trollte mich durchs Netz, half im nächsten Moment Usern bei ihren Problemen, vom PC bis zur gehackten Webseite, ich hatte meine Bestimmung einfach gefunden und Online-Marketing hat durchaus mehr mit Haustürverkauf zu tun, als man erst einmal glauben möchte, dies verhalf mir, gerade im Bereich organischen SEO, zu einem guten Ruf. 


Die Leidenschaft zum Beruf machen


Als unsere Tochter geboren wurden, beschlossen wir wieder nach Österreich zurück zukehren, doch statt Arbeit im Digitalen Bereich musste ich mich wieder mit Hilfsarbeiter-Jobs herumschlagen und so setzten bei mir schnell schlimmste Depressionen ein. Ich verbrachte beinahe 2 Jahre in Psychotherapeutischer Behandlung, auch um meine Erlebnisse als Drücker zu verarbeiten.